Strikte Gruppentrennung zur Reduzierung des Infektionsrisikos – Hanauer Kitas gehen ab Mittwoch in eingeschränkten Regelbetrieb

Das progressive Infektionsgeschehen, das sich in der stetig steigenden 7-Tage-Inzidenz widerspiegelt, macht es nach den Worten von Bürgermeister Axel Weiss-Thiel erforderlich, auch in den Hanauer Kindertagesstätten wieder in einen eingeschränkten Regelbetrieb zu gehen und die Betreuung anzupassen, um mögliche Kontakte zu reduzieren und so das Infektionsrisiko zu verringern.

Wie zuvor schon in der Nachbarstadt Offenbach, die ebenfalls wegen steigender Fallzahlen mit ähnlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Kita-Betrieb reagiert hat, soll auch in Hanau die strikte Gruppentrennung dazu beitragen, den Betrieb der einzelnen Kitas möglichst aufrechterhalten zu können. Bleibt jede Gruppe für sich, muss bei einer möglichen Infektion eines Kindes nur dessen eigene Gruppe in Quarantäne gehen und getestet werden – und nicht die gesamte Kita mitsamt aller Familien. „Vom kommenden Mittwoch, 11. November, an werden die Kinder von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr in strikt voneinander getrennten Gruppen betreut“, beschreibt Weiss-Thiel die konkreten Pläne. Die Stadt Hanau folgt damit auch der nachdrücklichen Empfehlung des Main-Kinzig-Kreises, die Gruppen in Kitas strikt voneinander zu trennen.

Dass es eine enorme Herausforderung bedeutet, kurzfristig alles neu zu organisieren, ergänzt Eigenbetriebsleiterin Astrid Weiermann und begründet damit auch die kurzfristige Schließung aller städtischen Kindertagesstätten am Dienstag nachmittag. „Ab 13 Uhr sind alle unsere Einrichtungen damit beschäftigt, die notwendigen und umfangreichen Vorbereitungen zeitnah bewältigen zu können,“ verdeutlicht sie, dass jede Kita im Detail prüfen muss, welche Räumlichkeiten unter diesen besonderen Vorgaben der Gruppentrennung wann und wie genutzt werden können. Auch die Reduzierung der Betreuungszeit auf acht Stunden von 7.30 bis 15.30 Uhr geht darauf zurück, dass anders die strikt einzuhaltende Trennung aller Gruppen auch personell nicht zu schaffen ist. „Die Familientagesbetreuung ist von dieser Maßnahme nicht betroffen. Dort wird die Betreuung ohne Einschränkungen weiterhin angeboten, da es sich hier ohnehin um feste Kleingruppen handelt.“

Wie es die Einrichtungen in Freier Trägerschaft halten, sollten die betroffenen Eltern direkt anfragen, geht Bürgermeister Weiss-Thiel davon aus, dass auch dort mit Einschränkungen zu rechnen ist. „Wir haben bereits Kontakt aufgenommen und im direkten Gespräch erläutert, warum dieser Weg aus unserer Sicht unumgänglich ist.

Selbstverständlich werde für die Zeit der eingeschränkten Betreuungszeit die Gebühr entsprechend reduziert, kündigt der Bürgermeister an. „Den Familien, die ursprünglich E-Pakete gebucht haben, werden entsprechend der Öffnungszeit lediglich die Gebühren für ein D-Paket berechnet. Hierfür müssen keine Anträge gestellt werden.“

Für alle Fragen rund um den bevorstehenden eingeschränkten Regelbetrieb schaltet der Eigenbetrieb Hanau Kindertagesbetreuung ein Beratungstelefon. Die Hotline ist ab Montag unter der Rufnummer 295 – 647 erreichbar. Eltern können sich dort vorläufig bis zum 30. November montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 16 Uhr melden, um offene Fragen zu klären.

Pressekontakt: Stadt Hanau

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